Ortspezifische Performance für International Performance Art Festival Giswil 2016.
Samstag, 10. September 2016, 13 Uhr beim Bahnhof Giswil
Mit der Arbeit „Fagus Solanum Profuga“ spüre ich auf, wo Fremdes unter Einheimischem Wurzeln schlagen kann.
Herzlichen Dank an Peter Zeltner, Peter Heini und Eric Amstutz
Rezession von Selina Beghetto
Irina ////// escape. life. grow.
BAUM – der baum steht für das leben, für das wachsen und gedeihen. irinas baum ist auf der flucht. er sucht abstand, strauchelt, läuft und springt. weg von uns menschen.
gleichzeitig steht er auch für die bewegung der natur. alles dreht sich, nichts steht still. so auch nicht der kleine baum. doch vielleicht ist der sinn dahinter viel trauriger als die schöne vorstellung des wandels und der entwicklung. was wenn der kleine baum als metapher dient, um uns aufzuzeigen, wie wir mit der umwelt umgehen? der grosse überhabene mensch macht mit der natur was er will. baut sein paradies auf den gesunden boden der weltoberfläche, rodet, mäht und schlägt um sich. dabei zertrampelt er unzählige wunderbare blüten, kleine blumenkinder verlieren ihr zuhause. ich würde auch springen, wenn ich ein baum wäre, denke ich.
ENTWURZELT – ein baum kann nur springen, wenn er sich von seinen wurzeln getrennt hat. wo er sie wohl gelassen hat? ich stelle fest, dass mir bäume ohne wurzeln sympathisch sind. vielleicht hat er einklappbare wurzeln, solche, die man mitnehmen kann. ob sie in den stiefeln platz haben?






















